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Lerneinheit 3

Wir lassen Musik ‚fließen‘ und erzählen ein Klangmärchen.

1
Musik hören
Klassenverband
2
Musik erfinden
Gruppenarbeit

Vorbereitung

Druckmaterialen (für die gesamte Reihe):

Weitere Materialien:

  • Ausdrucke M5

Aktivität 1

Musik hören
Klassenverband
15 min.

Lehrkraft:

„Kannst du dich noch erinnern, wie das Stück hieß, das wir in der letzten Stunde gehört haben? Und was wollte der Komponist Smetana mit diesem Werk musikalisch darstellen? Höre dir noch einmal einen kurzen Ausschnitt aus der Musik an.“

A3: Moldau Hauptthema (abspielen)

B. Smetana: Moldau Hauptthema aus der Moldau, aus Mein Vaterland Nr. 2A3
Lösung

Der Titel des Musikstückes ist die Moldau. Smetana wollte das Fließen dieses Flusses darstellen.

Lehrkraft:

„Ich werde jetzt zwei Musikstücke abspielen und du wirst entscheiden, welches Stück mehr nach dem Fließen eines Flusses klingt."

A9-10: Moldau Melodie (staccato, legato) (nacheinander abspielen)

Moldau Melodie (staccato)A9
Moldau Melodie (legato)A10

Lehrkraft:

„Welches der beiden Musikstücke klingt am meisten nach einem Fluss und was waren die Unterschiede in den Musikstücken?”

Lösung

Das Thema der Moldau wurde auf unterschiedliche Weisen auf dem Klavier gespielt. Einmal abgesetzt - staccato (wie das Hämmern eines Spechtes) und einmal gebunden - legato (wie der gebogene Körper eines Delfins). Welche musikalischen Zeichen es dafür gibt, siehst du auf diesem Bild (Punkt für staccato, Bogen für legato).

Die legato gespielte Moldau-Melodie klingt mehr wie das Fließen eines Flusses.

Info

Legato eignet sich gut, um etwas Fließendes darzustellen, wie zum Beispiel Wasser. Der Bogen in den Noten zeigt das sehr anschaulich. Man kann sich den Bogen auch vorstellen wie den geschwungenen Körper eines Delfins.

Staccato, also abgehacktes Spielen, wird durch einen Punkt über oder unter der Note angezeigt. Der Punkt bedeutet, dass der Ton nur kurz angespielt wird und die Noten nicht miteinander verbunden sind. Das klingt etwa so, als ob ein Specht auf einen Baum klopft.

Lehrkraft:

„Die unterschiedliche Spielweise auf den Instrumenten nennt man Artikulation. Wir hören uns jetzt noch einmal zu jeder Artikulationsart ein Musikbeispiel an. Kannst du hören, ob staccato oder legato gespielt wird?“

A11-12: Beispiele staccato, legato (nacheinander abspielen):

C. Saint-Saëns: Kängurus aus Karneval der TiereA11
C. Saint-Saëns: Aquarium aus Karneval der TiereA12

Aktivität 2

Musik erfinden
Gruppenarbeit
30 min.
M5 Ausdruck

Lehrkraft:

„Lasst uns jetzt selbst zu Geschichtenerzähler:innen und Komponist:innen werden! Jede Gruppe wird ein Klangmärchen entwickeln und dazu mit Hilfe von Charakter-, Wetter- und Ortskarten schauspielern.“

Anleitung

1. Die Klasse wird in zwei Gruppen geteilt.

2. Wir brauchen in jeder Gruppe:
- eine:n Geschichtenerzähler:in, der/die die Geschichte erzählt,
- einige Darsteller:innen (Charaktere, Wetter, Orte)
- einige Orchestermusiker:innen, die mit den Orff-Instrumenten die Geschichte begleiten
- ein:e Regisseur:in, der/ die Einsätze an das Orchester gibt und die Geschichte und das Orchester koordiniert

3. M5: Klangmärchenkarten (jede Gruppe zieht jeweils 2 Charakterkarten, 2 Wetterkarten und 2 Ortskarten)


4. Mithilfe dieser Karten denken sich die Kinder eine kurze Geschichte aus. Ein:e Geschichtenerzähler:in erzählt die Geschichte. Einige Kinder spielen die Geschichte (Darsteller:innen) und andere Kinder verklanglichen sie (Orchestermusiker:innen). Der/ die Regisseur:in koordiniert alles.

5. Die Bühne ist vorne an der Tafel.

Ein Klangmärchen kann zum Beispiel so aussehen:

Folgende Karten werden beispielsweise gezogen:
2 Charakterkarten: Mädchen/Junge + Drache
2 Ortskarten: Stadt + Wald
2 Wetterkarten: Gewitter + Nacht

Eingeführt wird die Geschichte von dem/ der Geschichtenerzähler:in, der/ die den Titel vorstellt. Dann spielt kurz Musik.

Es war einmal ein Mädchen/Junge (Charakterkarte: Kind kommt auf die Bühne). Sie/Er lebte in der Stadt (Ortskarte: Kinder als Fassaden der Häuser), wo es den ganzen Tag sehr laut war (Orchestermusiker:innen: machen laute Musik). Plötzlich kam ein Gewitter (Wetterkarte: Kind stampft auf den Boden) auf und ein Drache (Charakterkarte: Drache kommt auf die Bühne) erschien. Das Kind erschrak (Charakterkarte: Kind erschrickt), doch der Drache war lieb und lud das Kind auf eine Reise ein. Sie flogen (Kind und Drache geben sich die Hand und gehen durch den Wald) über den Wald (Ortskarte: Kinder stellen sich als Bäume auf) und es ertönten liebliche Klänge (Orchestermusiker:innen: z.B. Triangel und Regengeräusche). Als sie zurückkamen, war es Nacht (Wetterkarte: Kind hält sich Augen zu) und das Kind schlief glücklich ein (Orchestermusiker:innen: spielen sanfte Musik zum Abschluss).

Wenn noch Zeit ist...

… können sich die Gruppen die Geschichten vorstellen und gegenseitig ein wertschätzendes Feedback geben.

… kann ein Konzentrationsspiel durchgeführt werden, bei dem die beiden musikalischen Artikulationen in Bewegungen umgesetzt werden. Zunächst nennt die Lehrkraft (und dann einzelne Kinder) eine Artikulationsart und die Klasse reagiert mit den folgenden Bewegungen: Legato - fließende Armbewegungen, Staccato - schnelles Klatschen.

... kann am Lapbook weiter gearbeitet werden.

Kompetenzen dieser Lerneinheit:

Die Schüler:innen…

… erfahren, wie Smetana Tongemälde verwendet, um das Fließen des Wassers hörbar zu machen.
… lernen die charakteristischsten Ausdrucksformen der Artikulation von Musik kennen, staccato und legato.
… kreieren ihr eigenes Märchen und untermalen es mit einer improvisierten Filmmusik.