Musik, Serious Gaming und Konzentrationsfähigkeit – mit der App entdecken die Kinder die Magie der klassischen Musik mit interaktiven Spielen.
Aktivität 1
Die Lehrkraft verteilt im Klassenraum auf den Tischen der Kinder verschiedene Instrumente (zum Beispiel Orff-Instrumente oder verschiedene Rhythmusinstrumente), idealerweise für jedes Kind eines.
Lehrkraft:
„In der letzten Musikstunde haben wir das Spiel ‚Bäumchen, wechsel dich!‘ gespielt, bei dem du ganz verschiedene Instrumente ausprobieren durftest. Ich habe noch einmal einige Instrumente mitgebracht. Können wir nochmal einige Ideen sammeln, welche Spielweisen bei diesen Instrumenten möglich sind, um verschiedene Klänge zu erzeugen? Finde für jedes Instrument mindestens zwei Spielweisen.“
Aktivität 2
Bildkarten Klanggeschichte (der Klasse mit dem Beamer zeigen)
Lehrkraft:
„Wir wollen jetzt unsere Geschichte zur Barockzeit, die ich euch in der letzten Stunde vorgelesen habe, gemeinsam verklanglichen. Dafür wollen wir für diese Bilder und Wörter passende Klänge mit den Instrumenten finden.“
Die Lehrkraft bespricht zunächst einige Beispiele mit den Kindern. Die Lehrkraft fragt zum Beispiel: „Welche Klänge passen zu den Wörtern ,stampfen’, ,ein Auto rast’ und ,ein Schmetterling fliegt’?“
M11 - Bildkarten Klanggeschichte (jeweils 1 Bild an 1 Kind verteilen - Einige Bildkarten werden also doppelt vergeben.)
Die Klasse wird in 4er-Gruppen aufgeteilt. Jeder Gruppe werden verschiedene Instrumente zur Verfügung gestellt.
Lehrkraft:
„Du hast jetzt ein Bild vor dir liegen, das du verklanglichen sollst. Überlegt gemeinsam in der Gruppe, welches Instrument sich zum Verklanglichen der Bilder eignet. Übt die Wortklänge so gut, dass jedes Kind weiß, wie es mit welchem Instrument spielen soll.“
Aktivität 3
Lehrkraft:
„Ich lese euch jetzt noch einmal die Geschichte über die Barockzeit vor. Wenn du dein Wort in der Geschichte hörst, darfst du dazu deinen ausgedachten Klang spielen.“
Die Lehrkraft stoppt beim Lesen der Geschichte bei den Wörtern, die verklanglicht werden sollen, damit die Kinder ihre Klänge spielen können. Wenn das Bild öfter vergeben wurde, spielen mehrere Kinder gleichzeitig.
(Klang-)Geschichte über die Barockzeit (17./ 18. Jahrhundert)
Es war ein wunderschöner Tag im Barockzeitalter. Die Sonne schien und die Vögel zwitscherten. Das kleine Mädchen Marie war an diesem Tag das erste Mal zum großen Fest auf das prächtige Schloss eingeladen. Sie konnte gar nicht mehr stillstehen und hüpfte aufgeregt auf der Stelle. Das Schloss hat Marie immer nur aus der Ferne gesehen, aber die Leute schwärmten von den vielen prächtigen Säulen und Verzierungen.
Am Abend machten sich Marie und ihre Mutter mit der Pferdekutsche auf den Weg zum Schloss. Als sie am Schloss ankamen, mussten sie eine lange Treppe hinauflaufen, um in einen großen Saal zu gelangen. Marie staunte über die vielen Menschen in prachtvollen Kleidern mit Rüschen und Schleifen.
Natürlich durfte auf dem Fest auch die Musik nicht fehlen. Die Musiker spielten auf ihren Instrumenten, wie der Harfe oder dem Violoncello. Die Klänge erinnerten Marie an das Knistern eines Lagerfeuers im Winter. Die Musik war wunderschön und voller Gefühle.
In der Mitte des Saals war eine große Tanzfläche und die Leute tanzten fröhlich. Sie drehten sich im Takt der Musik.
Ihre Kleider raschelten dabei wie Blätter im Wind. Auch Marie tanzte, aber ihr wurde ganz schwindelig von den vielen Drehungen.
Sie ging nach draußen, um ein bisschen frische Luft zu schnappen. Der leichte, warme Wind wehte ihr um die Nase. Langsam spazierte Marie durch den Garten mit den vielen verschlungenen Wegen und kleinen Springbrunnen. Sie bewunderte die vielen exotischen Pflanzen und hörte aus der Ferne Frösche quaken.
Das Fest dauerte lange. Marie wurde schon ganz müde und musste laut gähnen. Aber die Leute waren begeistert von der Musik und dem Essen. Am Ende gab es viel Applaus und die Leute redeten noch lange über das bezaubernde Fest.
fette Schrift - Hier spielen die Schüler:innen ihren erdachten Klang.
Optional
Zur Erweiterung kann die Lehrkraft nach dem Vorlesen der Geschichte noch einmal die zu verklanglichen Wörter vorsprechen und mit der ganzen Klasse überlegen, ob sich noch andere Instrumente zum Verklanglichen des jeweiligen Wortes eignen.
Wenn noch Zeit ist...
... kann das ‚Bäumchen, wechsel dich!‘ Spiel wiederholt werden.
... können die Kinder weiter an ihrem Leporello arbeiten und es schön gestalten.
... kann die Lehrkraft mit den Kindern eine Reflexionsrunde machen: Was hat dir in diesem Musikprojekt besonders gut gefallen? Was hast du Neues gelernt? Welche Streichinstrumente kennst du jetzt? Wie kann eine Geige gespielt werden? An welche Tempi erinnerst du dich?
Kompetenzen dieser Lerneinheit:
Die Schüler:innen...
... machen sich mit verschiedenen Spielweisen von Instrumenten vertraut.
... experimentieren mit Klängen von Instrumenten, um Wörter bzw. Bilder zu verklanglichen.
... verklanglichen eine Geschichte über die Barockzeit.