Musik, Serious Gaming und Konzentrationsfähigkeit – mit der App entdecken die Kinder die Magie der klassischen Musik mit interaktiven Spielen.
Aktivität 1
An jedes Kind wird ein Rhythmusinstrument verteilt. Idealerweise kommen ingesamt vier verschiedene Orff-Instrumente zum Einsatz.
Die Kinder setzen sich in den vier Gruppen im Kinositz vor den Beamer. Die Kinder mit den gleichen Instrumenten bilden eine Gruppe. Den Kindern einer Gruppe wird eine Farbe (blau, grün, gelb oder rot) zugeordnet.
Vorübung: Zur Übung nennt die Lehrkraft die einzelnen Farben und lässt so die jeweilige Instrumentengruppe spielen.
Optional
Falls nicht genügend oder keine Orff-Rhythmusinstrumente vorhanden sind, können einzelne Gruppen oder alle Kinder anstelle des Spielens der Orff-Instrumente auch Bodypercussion-Geräusche machen (z.B. stampfen, patschen, klatschen, schnipsen, wischen, etc.).
Lehrkraft:
„Ich spiele jetzt das Video ab. Mozart fliegt auf einem Teppich durch den Himmel und immer wenn er auf eine Lampe mit deiner Farbe trifft, spielst du dein Instrument.“
Der Mitspielsatz oben (mit dem Klatschen zur Unterstützung) kann ein zweites Mal zum Üben abgespielt werden. (Überraschung: Die letzten Töne werden von allen Instrumenten gemeinsam gespielt.)
Wenn die Kinder den Mitspielsatz sicher zur Musik verfolgen können, kann der Mitspielsatz noch einmal ohne das Klatschen im Hintergrund abgespielt werden (nachfolgendes Video).
Der Mitspielsatz (ohne Klatschen) kann wiederholt werden. Alternativ können die Kinder die Farben (oder auch die Instrumente) tauschen und so den Mitspielsatz erneut spielen.
Besprechung
Die Lehrkraft bespricht mit der Klasse folgende Fragen:
- Was ist dir beim Mitspielen besonders leicht gefallen?
- Was war hingegen besonders schwierig?
- Wie fühlt sich die Musik für dich an? Welche Stimmung vermittelt das Musikstück?
z.B. lebhaft, energetisch, freudig, verspielt, fröhlich, heiter, abenteuerlustig, exotisch, ausgelassen, aufregend, temperamentvoll, festlich, schwungvoll, unbeschwert, quirlig, usw.
- Wie würdest du den Rhythmus der Musik beschreiben?
z.B. schnell, markant, dynamisch, lebhaft, energiegeladen, präzise, kontrastreich, rhythmisch, vorantreibend, festlich, pulsierend, marschähnlich, usw.
- Der Titel des Stückes lautet „Rondo alla Turca". Das Stück wird häufig auch „Türkischer Marsch" genannt. Warum denkt ihr, hat Mozart dieses Stück so genannt?
Mozart schrieb das „Rondo alla Turca" im „türkischen" Stil, weil der sogenannte „türkische" Stil im 18. Jahrhundert in Europa sehr beliebt war. Dieser Stil wurde durch die Militärmusik des Osmanischen Reiches inspiriert, die oft Marschmusik mit kräftigen Rhythmen und lauten Instrumenten wie Trommeln, Becken und Triangeln verwendete. Mozart nutzte diesen exotischen Klang, um etwas Aufregendes und Neues zu schaffen, das die Zuhörer:innen in Wien begeistern sollte. Es war eine Möglichkeit, die Mode und den Geschmack seiner Zeit in seine Musik zu integrieren.
- Woran erinnert ihr euch, wenn ihr den „Türkischen Marsch" hört?
z.B. exotische Märkte, ferne Länder, eine Urlaubsreise, eine Zirkusparade, den rhythmischen Marsch einer Musikkapelle, eine festliche, lebhafte Feier, die schnellen, lebhaften Noten könnten auch an einen Tanz oder eine fröhliche Menschenmenge erinnern, usw.
- Wie würde sich der „Türkische Marsch" wohl anhören, wenn er heute komponiert worden wäre?
z.B. Wenn der „Türkische Marsch" heute komponiert worden wäre, könnte er vielleicht elektronische Elemente enthalten oder eine modernere Instrumentierung haben, wie Schlagzeug oder E-Gitarre. Die Melodie könnte noch dynamischer oder rhythmischer gestaltet sein, damit die Menschen dazu tanzen würden. Möglicherweise würde auch die Stimme wie in einem Rap oder Hip-Hop-Song eingesetzt.
Kompetenzen dieser Lerneinheit:
Die Schüler:innen...
... begleiten das Stück Rondo Alla Turca rhythmisch auf Orff-Instrumenten mithilfe einer elementaren grafischen Notation.